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Thema: Portugal-Niederlande

  1. #1

    Portugal-Niederlande

    Portugal trifft am 25.6. in Nürnberg auf Holland...

  2. #2

    Standard

    Obrigado Portugal!!!

    Die Welt zu Gast bei Freunden. Läd man Freunde nicht ein? Wer, zum Geier, hat dann die Holländer eingeladen?

  3. #3

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    Ohne Holland fahrn wa nach Berlin, war doch deutlich zu hören. Hoffentlich lassen die Holländer Nürnberg stehen.

  4. #4

    Standard

    Nein, nein, nein! ich will diese Klopperei nicht mehr sehen!!!
    Und mich ärgert es wahnsinnig, daß diese Brutalos auch noch Ihre Spiele gewinnen. Diese neue, nur noch vernichtende Form der Fouls ekelt mich an. Es geht nur noch in die Hacken, um den Gegner spielunfähig machen. Und so sehr ich Figo achte, in der Nati scheint er auch nur die Messer zu wetzen. Das war eine klare Tätlichkeit, für die er vom Platz gehörte.
    ICH kann Portugal nicht gratulieren. Schlimmer war nur noch die Jagd Portugals 1966 in England auf Pele. Den haben sie dort ins Krankenhaus getreten.

    Und da das ihre Taktik auch dieses Jahr zu sein scheint, kann ich nur hoffen, daß England sie rauskegelt.

  5. #5

    Standard

    Zitat Zitat von magix
    Ohne Holland fahrn wa nach Berlin, war doch deutlich zu hören. Hoffentlich lassen die Holländer Nürnberg stehen.
    Ich fand diesen Gesang heute so unqualifiziert wie das Getrete auf dem Platz.

  6. #6

    Standard

    Das sehe ich ganz anders. Das Foul an Christiano Ronaldo war dazu da, ihn komplett aus dem Spiel zu nehmen. Und das haben die Holländer auch geschafft. Erst dann haben die Portugiesen geantwortet. Boularouz ist der brutale Treter. Kennt man übrigens auch aus der Bundesliga in dieser und ähnlicher Art.

    Und was den Kopfstoss von Figo angeht, so ist das sicher falsch. Die Reaktion mit einem plötzlich Anfall von Schwindeligkeit von van Bommel war allerdings ebenso verwarnungswürdig.

    ICH gratuliere den Portugiesen zu ihrem Erfolg. Sie haben 2mal in Unterzahl gespielt, deutlich weniger Ballbesitz gehabt und dennoch verdient gewonnen.

  7. #7

    Standard

    Auch wenn wir es unterschiedlich sehen, aber ein Boularouz hat in der Vorrunde nicht gegen Portugal gespielt. Und trotzdem haben sie dort auch schon getreten, als hätten sie Sponsorverpflichtungen gegenüber einem Rollstuhlhersteller. Tut mir leid, @hbscwilly, Boularouz war heute der eine bei den Holländern, aber Portugal spielt neben den Argentiniern schon seit der Vorrunde die Taktik, daß Spiel des Gegners mit brutalsten Fouls zu unterbinden. Zumal zu dieser WM einen Ball weg zu werfen, härter bestraft wird, als die meisten Fouls, die kaum regelgerecht gepfiffen werden und somit sofort für Konter genutzt werden können. Das sieht bei Portugal, Ecuador und Argentinien trainiert aus. Und diese Tritte auf die Achillessehnen (im wahrsten Sinne des Wortes) müßten grundsätzlich sofort mit 'Rot bestraft werden. Und dann hätte Portugal ein Problem mit der Spielregel bekommen.

    Sicher hat der Schiedsrichter mit seiner sehr unfähigen Spielleitung (und die war ja schon in dessen erstem Spiel fragwürdig) eine Menge dazu beigetragen. Aber wenn Portugal nach dem Boularouz-Foul eine mannschaftliche Hetzjagd auf alle Holländer beginnt, dann kann ich dafür kein Verständnis haben.

  8. #8

    Standard

    Ich denke nicht, das wir da zu einer Meinung kommen.

    Ich habe alle Spiele der Portugiesen gesehen und kann Deine Beobachtungen nicht teilen. Die Tretereien waren auf beiden Seiten gleich verteilt. Aber alle eben erst nach dem Foul an Ronaldo und dem Tor der Portugiesen. Die Verletzung von Christiano Ronaldo war der Anlass für eine härtere Gangart der portugiesischen Mannschaft. Ihnen allein für dieses Getrete die Verantwortung zu geben, halte ich für falsch. Dafür waren die überharten Aktionen zu gleich verteilt.
    Desweiteren halte ich es für fraglich, ob man ein solches Getrete trainieren kann.
    Wenn aber, dann haben es beide Teams bis zur Erschöpfung trainiert.

  9. #9

    Standard

    Sehe das ganz ähnlich wie hbscwilly - im Übrigen fing es erst an, eine richtige Treterei zu werden, nachdem die Holländer nach einer Verletzungspause, den Ball nicht zu den Portugiesen zurück gespielt haben.

    Beide Seiten haben sich unfair verhalten, aber Boularez, der wirklich nur ein Treter ist, hätte gleich vom Platz gehört, dann wäre gleich das richtige Signal gesetzt worden.

    Allerdings verstehe ich trotzdem nicht, wie sich ein Spieler wie Deco so dumm verhalten kann.

    Warum van Basten Nistelroy nicht eingewechselt hat, wird mir ebenfalls immer ein Rätsel bleiben.

    Insgesamt bin ich froh, dass die Holländer raus sind. Schade nur, dass die Engländer jetzt ohne auch nur eine gute Halbzeit bei dieser WM gespielt zu haben, vielleicht sogar ins Halbfinale kommen, da Portugal doch stark geschwächt sein wird.

  10. #10

    Standard

    Ganz klar ging der harte Stil zu Anfang von den Holländern aus. Ronaldo sollte mit dem Tritt aus dem Spiel genommen werden. Wie die Portugiesen nun einmal sind, lassen sie so etwas nicht auf sich sitzen, wurden wütend und foulten zurück, um dann als erste mit gelb-rot bestraft zu werden. Der Holzkopf Bouhlarouz macht dann mit seinem Ellenbogencheck fleißig weiter. Dem Kopfstoß von Figo ( unverzeihlich ) ging eine Provokation und ein Schubsen eines Holländers voraus. Der Stoß von Snejder gegen Petit war auch rotwürdig. Koyt's Einsteigen gegen Ricardo nach dessen Parde auch volle Absicht.
    Bitte die orange Brille abnehmen, @ daMaM.

    Ich wünsche mir, dass die Engländer mit ihrem Steinzeitfußball gegen Portugal kein Land sehen. Leider werden die Portugiesen ohne Deco, vielleicht noch ohne Figo antreten müssen und müssen zudem noch Ronaldo wieder hinbekommen.

    Die Engländer haben nichts, aber auch überhaupt nichts im Viertelfinale dieser WM zu suchen.


    Sing: " Ihr seid nur ein Käselieferant "

  11. #11

    Standard

    Eigentlich sind ja für mich die K.O. Spiele ab dem Achtelfinale das Salz in der WM Suppe schlechthin
    aber das Spiel gestern zwischen Holland und Portugal war an Nervosität und Überreaktionen kaum zu übertreffen, bei allem Verständnis für die Anspannung in einem "Sekt oder Selters Spiel" haben Fouls wie von Boularouz auf der einen und Figo auf der anderen Seite in einem WM Kampf zweier hochkarätiger Teilnehmer nichts verloren.
    Wer guten Fussball sehen wollte war enttäuscht, wer sich nur an dramtischen Inszenierungen erfreut dem hats gefallen... mein Fall war es nicht.

  12. #12

    Standard

    Na, na, @Cali, ich bin wohl kaum brillenbehindert.
    Bitte die orange Brille abnehmen, @ daMaM.
    Aber ich würde mir eine aufsetzen, um deinem Wunsch nachkommen zu können. Und ich hoffe, daß in dieser Tonne, in die ich sie dann zu werfen gedenke, auch eure Anti-Orange-Brillen zu liegen kommen.

    Ich kann dir nur ans Herz legen, sich Portugals Spiele gegen Mexiko und Angola noch mal anzuschauen, bevor du so dokumentarisch von den nur wehrhaften Portugiesen schreibt. Und zu deiner Aufzählung nur soviel: Koyt ist keinjeswegs nach einer Parade Ricardos "eingestiegen". Ricardo rutschte dem Ball mit beiden Beinen voaus entgegen. Koyt war vor ihm am Ball und spitzelte den Ball mit dem rechten Fuß gegen den heranrutschenden Ricardo (1 Meter vor der Strafraumgrenze). Da sich weder Ricardo noch Koyt in der Situation in Luft auflösen konnten, rutschten sie ineineander. Das Treffen des Ricardoschen Oberschenkels erfolgte mit der Fußspitze, weil Ricardo beide Beine angezogen hatte und sich Richtung Koyt drehte (gerade eben nochmal angesehen). Das war unglücklich, mehr nicht. Der Stoß von Snejder erfolgte, weil Petit mit beiden Füßen sehr nah am Kopf des am Boden liegenden Hölländers stand und, sich herunterbeugend, wütend auf ihn einredete und ihn hochzuzerren versuchte, so daß Gefahr bestand, daß er auch noch zutreten würde. (auch gerade nocheinmal gesehen). Was hatte Petit da zu suchen? Im Oly würdest du jeden Schalker, jeden Dortmunder oder Lauterer, der einen am Boden liegenden Herthaner beschimpft, mit Tieffliegern vom Platz jagen lassen .... Es ist müßig, weiter darüber zu streiten. Keiner von uns wird seine Meinung ändern. ... Aber hierbei ging es nur um Tatsachen. machen wir es wie die 4 Rotsünder, die schließlich friedlich nebeneinander zwischen den beiden Trainerbänken saßen und diskutierten.


    @juriberlin
    im Übrigen fing es erst an, eine richtige Treterei zu werden, nachdem die Holländer nach einer Verletzungspause, den Ball nicht zu den Portugiesen zurück gespielt haben.
    Und wieso sollten sie? Weil sich Ricardo immer noch am Boden wälzte, als seine eigene Mannschaft den Ball hatte und Richtung Holländertor stürmte, also selbst das Spiel durch einen Ausball zu unterbrechen nicht bereit war, gab es eine Schiedsrichterunterbrechung. Nach kurzer Behandlung machte Ricardo weiter. Es war kein Foul von Koyt, wie oben schon beschrieben. Der Schiri machte mit Schiedsrichterball weiter. Da die Portugiesen vorher nicht bereit waren, den Ball selbst ins Aus zu befördern, hätte ich auch keine Veranlasung gesehen, ihnen den Ball zu überlassen.

    Nein, Portugal hat nach 3 Chancen gegenüber einem holländischen Dauerdruck und deren zu hektischen Stürmern nicht verdient gewonnen. Glücklich ja, aber das ist ja kein Verbrechen.


    edit: Das habe ich gerade im Kicker gefunden:
    Schiedsrichter: Ivanov (Russland), Note 5 - hatte das Spiel durch falsches Strafmaß nicht im Griff: Hätte Costinha und Deco früher Gelb-Rot geben müssen, brachte dadurch große Hektik ins Spiel. Figos Gelb (60.) war zu milde, Gelb-Rot gegen Boulahrouz hingegen zu hart.

  13. #13

    Standard

    Schade Holland- Alles ist vorbei!!!^^

    Ich fand beide sehr unfair und hart...

    Ich bezweifle aber, dass die überschwachen Engländer gegen Portugal gewinnen.

  14. #14

    Standard

    Zitat Zitat von Der alte Mann am Meer
    Und zu deiner Aufzählung nur soviel: Koyt ist keinjeswegs nach einer Parade Ricardos "eingestiegen". Ricardo rutschte dem Ball mit beiden Beinen voaus entgegen. Koyt war vor ihm am Ball und spitzelte den Ball mit dem rechten Fuß gegen den heranrutschenden Ricardo (1 Meter vor der Strafraumgrenze). Da sich weder Ricardo noch Koyt in der Situation in Luft auflösen konnten, rutschten sie ineineander. Das Treffen des Ricardoschen Oberschenkels erfolgte mit der Fußspitze, weil Ricardo beide Beine angezogen hatte und sich Richtung Koyt drehte (gerade eben nochmal angesehen).
    Allein diese Interpretation ist mehr als fragwürdig. Ricardo blieb am Strafraum stehen, wehrte den Ball im Fallen nach links mit der Brust ab. Koyt rutschte weiter und spreizte das rechte Bein extra ab, um Ricardo noch zu erwischen. Alles Andere ist hanebüchen....

  15. #15

    Standard

    @Cali

    Stimmt nicht!

    Kuijt hat den Ball gespielt. Jeder Stürmer geht in so einer Aktion zum Ball. Es wäre auch schlecht, hätte er es nicht getan.

    Guck dir das nochmal an- er hat den Ball bestimmt einen Meter vom Torwart entfernt noch erreicht.

  16. #16

    Standard

    Ich meinte die Aktion nach der Ballabwehr durch Ricardo. Die Chance war vorbei und Koyt zog in seinem Frust extra das rechte bein raus und rutschte nicht links an Ricardo vorbei. Das haben alle so gesehen, auch Rudi Völler. Und zur Kicker-Einschätzung: So wie die immer Merk beurteilen ( ich gebe die 3 Punkte schon immer ab, wenn der hertha pfeift ), wundert mich nichts. Sie haben einfach vergessen zu erwähnen, dass Boulahrouz schon in der 8. Minute vom Feld muß.

    Hier mal eine Einschätzung des WM-Korrespondenten des Fokus:

    Das bisher größte Skandalspiel mit vier gelb-roten und 14 gelben Karten im Nürnberger Frankenstadion war dem russischen Schiedsrichter Valentin Ivanov schon nach wenigen Minuten entglitten, als er vor allem die mit bösen und versteckten Fouls ihre Gegner traktierenden Holländer nicht in den Griff bekam.

  17. #17

    Standard

    @Cali, das können wir jetzt bis zum Freitag so betreiben. Ich schieße noch Fotos hinterher. Du mit dem "Lokus" zurück Ich habe einen großen Vorteil: Ich sehe gerade das Spiel zum dritten Mal.

    Lassen wir mal alle "Zeugen" beiseite, erfreuen uns daran, daß die holländischen Fans diese Enttäuschung gut in den Griff bekommen haben und bleiben bei unseren Sichtweisen...

    ... oder auch nicht

    Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/wm2006/aktuell/06/26/holland-portugal-reaktionen/holland-portugal-hass-spiel.html

  18. #18

    Standard

    Es gibt Leute die haben einfach zuviel Langeweile




  19. #19

    Standard

    ich finde derartige Häme primitiv und absolut geschmacklos
    "Die Welt zu Gast bei Freunden"

    man siehts...

  20. #20

    Standard

    Andererseits bleibt festzuhalten, dass ich bei jeder Naheinblendung in den Oranje-Block irgendwelche Aufschriften mit Bezug auf "Schade Deutschland,... " und zur EM '88 sehen musste.

    Das geht schon von beiden Seiten aus. Wer vorher eine große Klappe hat, muss hinterher mit Spott leben. Die Busaufschrift "Oranje auf dem Weg zu Gold " war auch eher kontraproduktiv.

  21. #21

    Standard

    Hier noch die Pressenachlese des tagesspiegel. Liest sich interessant:

    Marco van Advocaat

    Hollands Trainer van Basten hat bei dieser WM einige Fehler gemacht, die an seinen Vorgänger erinnern

    Von Stefan Hermanns

    Berlin - Ruud van Nistelrooy erlaubte sich ungeahnte Nachlässigkeiten. Der Mittelstürmer der holländischen Fußball-Nationalmannschaft erschien unrasiert an seinem Arbeitsplatz. Normalerweise rasiert sich van Nistelrooy vor jedem Spiel. Vor dem Achtelfinale gegen Portugal tat er es nicht – als hätte er es geahnt. Van Nistelrooy spielte keine einzige Minute, nicht einmal in der Schlussphase, beim Stand von 0:1, durfte der wohl beste europäische Stürmer der vergangenen fünf Jahre aufs Feld. Hollands Bondscoach Marco van Basten wechselte lieber Jan Vennegoor of Hesselink ein, einen Stürmer, der mehr Nachnamen besitzt, als er für Holland Tore geschossen hat.

    Es war die letzte seltsame Entscheidung von Marco van Basten vor und während der Weltmeisterschaft. Hollands Bondscoach hat seltsame Entscheidungen zum Stilmittel erkoren, sie ziehen sich durch seine gesamte Amtszeit. Gegen Portugal wechselte er kurz nach der Pause Verteidiger Joris Mathijsen aus, den bereits verwarnten Khalid Boulahrouz ließ er auf dem Platz. Es kam, wie es kommen musste. Boulahrouz sah kurz darauf erneut Gelb, die schöne Überzahl der Holländer war dahin. Nicht nur mit der falschen Auswechslung entpuppte sich van Basten als das, was er ist: ein Berufsanfänger auf der Trainerbank. „Vielleicht ist das der Grund, warum er die Kontrolle über seine Spieler vollständig verlor“, schrieb „De Volkskrant“ nach der Niederlage gegen Portugal.


    Nur dank der tumultuösen Umstände des Achtelfinales wurde van Bastens Verantwortung für das blamable Abschneiden nicht intensiver beleuchtet, angesichts der spielerisch dürftigen Vorstellungen fiel die Kritik geradezu harmlos aus. Sein immer noch legendärer Ruf als Spieler bewahrte den Bondscoach und das Land vor einer unappetitlichen Trainerdiskussion. „Van Basten wurde von vielen Medien mit Samthandschuhen angefasst“, schrieb das „NRC Handelsblad“.

    Der Bondscoach kann sich darauf berufen, dass das eigentliche Ziel seiner Arbeit immer die Europameisterschaft in zwei Jahren gewesen sei. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass er die WM leichtfertig weggeschenkt hat. Hinzu kommt das uninspirierte Spiel der Mannschaft und van Bastens überraschende Ergebnisfixierung. Im Spiel gegen die Elfenbeinküste holte van Basten knapp 20 Minuten vor Schluss einen Stürmer vom Feld, um mit einem Mittelfeldspieler den 2:1-Vorsprung über die Zeit zu retten. Für die gleiche Personalentscheidung ist sein Vorgänger Dick Advocaat vor zwei Jahren bei der EM von der holländischen Öffentlichkeit niedergemacht worden – wegen Verrats an der niederländischen Fußballkultur, der bedingungslosen Verpflichtung zur Offensive.

    In van Basten steckt mehr Advocaat, als sich die Holländer das vor zwei Jahren erträumt hätten. Advocaat wurde nach der EM 2004 aus dem Amt genötigt, er galt als übervorsichtig und bieder. Van Basten hingegen konnte sich lange Zeit als Erneuerer positionieren, der etliche unbekannte Spieler aus der Ehrendivision zu Nationalspielern beförderte. Das änderte sich an dem Tag, an dem er seinen WM-Kader bekannt gab.

    In van Bastens Aufgebot fehlte der stärkste holländische Spieler der abgelaufenen Saison, der erst 22 Jahre alte Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar von Ajax Amsterdam. Dass der Bondscoach auf ihn verzichtet hatte, war auch als Schutzmaßnahme für den formschwächelnden Mittelstürmer van Nistelrooy zu verstehen. Schon nach dessen erstem WM-Auftritt hätte die holländische Öffentlichkeit vermutlich nach Huntelaar gerufen – wenn er denn im Kader gewesen wäre. Umso erstaunlicher war es, dass van Basten Ruud van Nistelrooy am Ende selbst demontierte, indem er ihn gegen Portugal auf der Bank ließ. Zur Strafe musste er dann den ungelenken Dirk Kuyt als Mittelstürmer aufbieten.

    Dick Advocaat übrigens scheiterte bei der Europameisterschaft 2004 mit Holland erst im Halbfinale.
    Und noch Hellmut Krug zum Schiri:

    Die Botschaft hat gefehlt

    Hellmut Krug erklärt, warum das Spiel Portugal gegen Holland eskalierte

    Im Spiel Portugal gegen Holland zeigte Schiedsrichter Iwanow aus Russland viermal Gelb-Rot, allerdings erst, nachdem er einen Tritt von Boulahrouz an dem Portugiesen Cristiano Ronaldo nur mit Gelb bestraft hatte und das Spiel danach sehr ruppig wurde. Wie verhindert man, dass eine Partie derart eskaliert, Herr Krug?


    Die frühe Schlüsselszene des Spiels war meines Erachtens die Gelbe Karte nach dem Foul an Cristiano Ronaldo. Für diesen Tritt hätte Boulahrouz zwingend Rot sehen müssen. Mit diesem Feldverweis hätte der Schiedsrichter ein deutliches Signal gesetzt und damit möglicherweise weitere rustikale Fouls und Unsportlichkeiten verhindert. Dann wäre es wahrscheinlich auch nicht mehr zu dieser Kartenflut gekommen. Stattdessen hat der Schiedsrichter es versäumt, rechtzeitig allen Beteiligten klar zu machen, wo die Grenzen zwischen körperbetontem Fußball und Foulspiel liegen. Diese Botschaft hat leider im gesamten Spiel gefehlt. So auch in zwei anderen Szenen, in denen der Schiedsrichter nicht hart genug durchgegriffen hat: Zum einen hätte der Portugiese Costinha, der letztlich wegen Handspiels Gelb-Rot sah, schon zuvor nach einem Foul in der 39. Minute vom Platz gestellt werden müssen. Und der Portugiese Deco, der später Gelb-Rot sah, weil er den Ball nicht freigegeben hatte, hätte nach seinem Foul in der 73. Minute ebenfalls direkt vom Platz gestellt werden können; Deco hatte seinen Gegner von hinten attackiert, ohne Chance, den Ball spielen zu können. Aber er erhielt nur Gelb. In diesen Fällen haben die Gelben Karten einfach nicht mehr ausgereicht. Und angesichts der über die Spieler hereinbrechenden Kartenflut verliert die Gelbe Karte nicht nur ihre abschreckende Wirkung, sondern den Spielern ist auch bis zum Schluss nicht nachhaltig klar gemacht worden: „Bis hierhin und nicht weiter!“


  22. #22

    Standard

    man sehe es mir nach


  23. #23

  24. #24

    Standard

    Zum Tagesspiegel:

    Der Autor vergißt leider, daß die wirkliche Stütze für van Basten nicht dessen Name war und ist, sondern Cruyff. Der hatte alle Kritik an vB abgeblockt und ihm öffentlich sein Vertrauen ausgesprochen. Das allein zählt in Holland.

    Ansonsten sehe ich das im Taktikbereich genauso.

    zu Krug:

    Wenn ich ihn also richtig lese, dann hätten nach seiner Auffassung mehr Portugiesen sofort mit Rot vom Platz gehört als Holländer.
    Aber ansonsten übersieht er auch hier einiges, wie zu seinen Schiri-Zeiten. Denn das Kung-Fu-Foul der porugiesischen 14 wurde überhaupt nicht bestraft. Das war Rot und Elfmeter.

  25. #25

    Standard

    Nein, dass hätte wenn überhaupt NUR Ror geben dürfen. Elfer wäre nicht möglich gewesen, weil die Witzfigur vorher schon abgepfiffen hatte...

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