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25.09.2005
Die Serie hält - Herthas U23 1:0 gegen Werder
Tadellose Leistung in der Abwehr: Amadeus Wallschläger (r.) gegen Francis Banecki.
Berlin - Herthas U23 ist auch im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage geblieben. Am elften Spieltag der Regionalliga Nord besiegte das Team von Trainer Karsten Heine am Sonntag (25.9.) Werder Bremen mit 1:0 (1:0). Torschütze des Tages war Kapitän Andreas Schmidt.
Den besseren Start erwischten vor 382 Zuschauern im Amateurstadion die Gäste, die nach der Niederlage mit acht Punkten auf Platz 15 der Tabelle rangieren. Nach einem Eckball kam der hoch gewachsene Werder-Kapitän Björn Schierenbeck ungehindert zum Kopfball - David Krecidlo konnte jedoch für den bereits geschlagenen Keeper Kevin Stuhr Ellegaard auf der Linie klären (7.).
Covic vergibt freistehend
Diese Szene weckte auch die Hausherren auf, die nun ihrerseits den ersten sehenswerten Angriff der Partie fuhren. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld sah sich Routinier Ante Covic gleich zwei Gegenspielern gegenüber und setzte sich trotzdem durch. Freistehend vor Werders Keeper Kasper Jensen versagten ihm allerdings die Nerven, Covic schoss den Schlussmann an (10.).
In der sehenswerten Anfangsphase nahmen sich beide Mannschaften nicht viel. Die nächste Gelegenheit gehörte wieder den Gästen. Wiederum stieg Schierenbeck nach einem Eckball am höchsten; sein Kopfball landete bei Jerome Polenz, dessen Schuss aus spitzem Winkel Robert Müller an den Pfosten lenkte - Glück für Hertha (20.).
Schmidts erstes Saisontor zum 1:0
Doch die Herthaner, mit einer starken Serie im Rücken äußerst selbstbewusst, ließen sich auch von dieser Gelegenheit nicht beeindrucken. Thorben Marx, der zurzeit keine Berücksichtigung im Profi-Kader von Falko Götz findet, setzte sich im Mittelfeld stark gegen Schierenbeck durch und bediente Patrick Ebert mit einem mustergültigen Pass - der jedoch vertändelte das Leder im Strafraum gegen zwei Bremer (25.).
Wenig später zahlte sich die leichte Überlegenheit der Herthaner jedoch aus. Nach einer Ecke von Patrick Ebert sprang Ashkan Dejagah der Ball vom Fuß und Kapitän Andreas Schmidt direkt vor die Füße. Mit einem trockenen Schlenzer aus 16 Metern ins rechte untere Eck ließ er Keeper Jensen keine Abwehrmöglichkeit - 1:0 für Hertha, das erste Saisontor des 32-Jährigen. (29.)
Werder zum Schluss von Hälfte eins überlegen
Die letzte Möglichkeit der Herthaner vor dem Wechsel vergab Ashkan Dejagah: Nach einem öffnenden Pass von Patrick Ebert legte er sich das Leder zu weit vor und verspielter so leichtfertig die Chance, noch vor dem Wechsel eine Vorentscheidung herbeizuführen (36.). Stattdessen kamen kurz vor der Pause nochmals die Werderaner auf. Zunächst war es Rockenbach da Silva, der nach einem verlängerten Einwurf Kevin Stuhr Ellegaard mit einem tückischen Aufsetzer prüfte (41.); beim darauffolgenden Eckball kam Banecki zum Kopfball, doch wiederum klärte Krecidlo in höchster Not auf der Linie (42.). Mit dem zu diesem Zeitpunkt knappen 1:0 ging es in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte erkannten die Anhänger und Trainer beider Mannschaften ihre Teams nicht wieder. Beide Mannschaften übten keinerlei nennenswerten Druck auf, übertrafen sich gegenseitig in Harmlosigkeit. Lediglich Schmidt mit einem Kopfball nach Ecke von Ebert (65.) und Dejagah nach Pass von Hube besaßen nochmals Torchancen; Schmidts Kopfball war jedoch nicht platziert genug, Dejagah verstolperte die letzte Chance des Spiels - bezeichnend für eine schwache zweite Hälfte. So blieb es am Ende bei einem schwer erkämpften 1:0-Sieg für die Herthaner.
"Bremen der erwartet schwere Gegner"
Herthas Trainer Karsten Heine war nach dem Abpfiff zufrieden. "Bremen war der erwartet schwere Gegner", sagte Heine. "Wir wollten nach dem 1:0 unbedingt das zweite Tor nachlegen, das ist uns aber nicht gelungen. Ich bin froh über den Sieg und darüber, dass die Serie Bestand hat. Vor allem aber freut mich, dass wir zum dritten Mal in Folge zu null gespielt haben", so der Trainer.
Am kommenden Samstag (1.10.) tritt Hertha um 14.00 Uhr bei Rot-Weiß Erfurt an.
So spielte Hertha:
Stuhr Ellegaard - Wallschläger, Müller, Lukymia-Mulongoti, Krecidlo - Ebert, Schmidt, Marx (82. Ede), Chahed (87. Hoeneß) - Dejagah, Covic (75. Ede)
Tor: 1:0 (29.) Schmidt
Zuschauer: 382
Schiedsrichterin: Steinhaus (Hannover)