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Sinan Kurt

Dieses Thema im Forum "Mannschaft & Trainer" wurde erstellt von Der alte Mann am Meer, 7. Januar 2016.

  1. 05.01.2016, 17:07 Uhr
    Kurt wechselt zur Hertha
    Bayern München[​IMG][​IMG]
    Hertha BSC[​IMG][​IMG]

    [​IMG]
    Es wurde lange darüber gesprochen, nun ist es perfekt. Sinan Kurt wechselt vom FC Bayern München zu Hertha BSC. Nach kicker-Informationen soll der Offensivmann in Berlin bis Ende Juni 2019 unterschreiben. Die Ablöse bewegt sich im hohen sechsstelligen Bereich, der Rekordmeister sicherte sich dafür aber eine Rückkaufoption für den 19-Jährigen. Am morgigen Mittwoch wird Kurt den Medizin-Check absolvieren, anschließend das Arbeitspapier unterzeichnen und direkt am Training teilnehmen.

    Herzlich Willkommen. Wenn Dardai dich will, wird schon was aus dir werden. Zeitgemäßes findest du unten
     
    Christophseit75 gefällt das.

  2. :D:D
     
    Cinnamon gefällt das.
  3. Das mußte wohl kommen:)
    ich wollte aber bis zu seinem 1. Tor oder Assist warten. Vielleicht kannst du es ja vermelden.:Erstmal_Kaffee:
     
  4. Spielen sie bestimmt im Stadion, beim ersten Tor. Kann mich noch gut an "Hier kommt Alex" bei Toren von Alex Alves erinnern. Bin gespannt wie er sich macht, muss gestehen, ich habe bislang noch nichts von ihm gehört
     
  5. Am besten an dieser Verpflichtung gefällt mir bislang Dardais Kommentar im rbb. Sinngemäß: "Wir haben schon so viele Spieler, da macht das auch nichts mehr aus. Er ist eines der größten deutschen Talente. Wenn man so einen kriegen kann, muss man ihn holen." Auch nicht schlecht finde ich, dass man in dem Jungen eine Verstärkung in der Zukunft sieht und ihn über die U23-Mannschaft an die Bundesliga heranführen will.
    Warum nicht.
     
  6. Interview mit Sinan Kurt:

    BLAU-WEISSE SPEERSPITZE
    DAS ERSTE INTERVIEW ALS HERTHANER: NEUZUGANG SINAN KURT ÜBER DEN KLUB, DIE STADT UND SICH SELBST.


    Berlin - Sein Name ist Programm. Sinan. Dieser türkische Vorname, der aus dem arabischen kommt und so melodisch klingt, bedeutet: 'Die (eiserne) Speerspitze'. Ideal für einen wie unsere Neuerwerbung Sinan Kurt aus München – ein Name, der ganze Abwehrreihen zittern lassen müsste. So martialisch der Vorname übersetzt werden kann, so paradox ist er auch, wenn man dem 19-Jährigen begegnet. Sinan Kurt ist klar, ruhig, eher zurückhaltend, abgewogen in seinen Antworten, auf alle Fälle total sympathisch. Er weiß, was er kann und will. Fußballspielen, dem Team und dem Klub helfen. Er freut sich auf die neue Herausforderung, auf Hertha, auf Berlin. Peter Bohmbach und Florian Waldkötter sprachen für herthabsc.de mit der Nummer 18:

    herthabsc.de: Sinan, Dein Wechsel zu Hertha BSC ist perfekt. Wie fühlt sich das an?
    Sinan Kurt: Supergut. Ich bin glücklich, in Berlin zu sein. Für mich war es wichtig, dass der Wechsel möglichst früh in der Vorbereitung über die Bühne gegangen ist. Ich habe jetzt im Training hier und in Belek die Möglichkeit, mich zu zeigen und gleichzeitig die Mitspieler und die Philosophie des Trainers kennenzulernen. Ich freue mich einfach auf den Verein, die Fans und die Stadt.

    BILDERGALERIE
    [​IMG][​IMG][​IMG]Rubrik07.01.2016
    Sinan Kurts Ankunft
    herthabsc.de: Von Bayern zu Hertha – so ein Wechsel ist zumindest mal überraschend.
    Kurt: Eines ist doch mal klar, die Zeit bei Bayern bereue ich keinesfalls. Es hat mir viel gegeben. Aber das ist vorbei, für mich zählt jetzt nur noch Hertha BSC. Darauf freue ich mich, hier haue ich meine ganze Energie rein. Klar wird es ab und zu mal einen Rückblick geben, aber grundsätzlich will ich nur noch über Hertha reden.

    herthabsc.de: Nach fast exakt 36 Stunden in Berlin hast Du Dein erstes Training mit Deiner neuen Mannschaft absolviert, welche Eindrücke hast Du?
    Kurt: Unglaublich viele – neue Stadt, viele Gespräche, viel Neues gesehen – das verging jetzt in den letzten Stunden wie im Flug. Vorgestern angekommen, gestern die Besuche bei den Ärzten, die Gespräche mit Manager Preetz, alles unterschrieben, die Vorstellung der Leute aus dem engen Umfeld um das Team, dann die Leistungstest mit den Sportwissenschaftlern von Hertha, die Begrüßung durch die Trainer, das erste Hallo mit den neuen Kollegen, jetzt das erste Training – da stürmt schon einiges auf dich ein.

    herthabsc.de: Was ist Dir als Allererstes schon aufgefallen?
    Kurt: Dass es hier bei Hertha viel familiärer zugeht als bei den Bayern – ist ja vielleicht auch kein Wunder. Jeder kümmert sich, jeder will dir sofort helfen. Ob das der Manager ist, der Trainer, die Leute aus der Medienabteilung, der Zeugwart. Der Ton ist locker, freundlich, einfach richtig nett. Das fühlt sich gut an. Und ist genauso, wie es mir mein Freund Mitch geschildert hat.

    GESAGT...
    "Mitch hat mir vorab erzählt, wie es bei Hertha so zugeht. Es ist auch genauso eingetreten, er hat nicht übertrieben."

    Sinan Kurt
    herthabsc.de: Wieso das?
    Kurt: Mit Mitchell Weiser habe ich mich in München schon gut verstanden, gemeinsam mit David Alaba hatten wir bei den Bayern eine schöne Zeit. Mitch hat mir vorab erzählt, wie es bei Hertha so zugeht. Er hat richtig geschwärmt. Und das hat mir gut gefallen – und ist auch genauso eingetreten, er hat nicht übertrieben.

    herthabsc.de: Beim wem hast Du Dich erkundigt vor dem Wechsel?
    Kurt: Wie schon erwähnt - natürlich habe ich mit Mitchell gesprochen. Wir verstehen uns gut, kennen uns ja schon ein bisschen länger. Er hat nur Positives über den Verein und das Umfeld erzählt. Er hat mir die Entscheidung, zu Hertha zu wechseln, noch leichter gemacht. Auch Yanni Regäsel, mit dem ich in für die Juniorennationalmannschaft gespielt habe, hat immer nur gut über Hertha BSC gesprochen.

    herthabsc.de: Umfeld heißt auch Fans – was sagen Dir die Hertha-Fans?
    Kurt: Ich freue mich sehr, die Fans bald kennenzulernen. Was ich so mitbekommen habe, machen die immer mächtig Stimmung bei Heimspielen in der Ostkurve. Und sie stehen immer hinter ihrer Mannschaft. In München waren die unglaublich hinter ihrem Team – echt beeindruckend.


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    Letzte Saison noch Gegner, ab sofort gemeinsam: Sinan Kurt (li.) bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Peter Pekarik.

    herthabsc.de: Apropos München – Du hast gegen Hertha Dein Bundesliga-Debüt gefeiert.
    Kurt: Ja, das war ein ganz besonderer Moment. So etwas vergisst man nicht. Und gerade gegen Hertha – das passt doch jetzt gut.

    herthabsc.de:
    Welche Gründe waren ausschlaggebend für deine Entscheidung?
    Kurt: Ich habe eine neue sportliche Herausforderung gesucht. Die Gespräche mit Michael Preetz und Pál Dárdai waren sehr gut. Die beiden haben eine große Rolle bei meinem Wechsel gespielt. Sie haben mir von Anfang an das Gefühl vermittelt, dass sie auf mich setzen. Der Trainer hat mir gesagt, dass er gerne mit jungen Spielern arbeitet und auf sie setzt. Ich habe schnell gedacht: Hier könnte es gut für mich laufen.

    herthabsc.de: Mit welchen Erwartungen und mit welchen Zielen hast du dich dem Hauptstadtclub angeschlossen?
    Kurt: So große Ziele habe ich mir jetzt am Anfang gar nicht gesetzt. Ich möchte gut ankommen im Verein und in der Stadt. Das Wichtigste wird sein, dass ich gut trainiere. Spielpraxis bekomme, mich an die Mitspieler gewöhne, Automatismen der Mannschaft verinnerliche. Dann kann ich Schritt für Schritt weiterschauen. Langfristig möchte ich hier natürlich Stammspieler werden und mithelfen, dass der Verein seine Ziele erreicht.

    herthabsc.de: Was wünscht Du Dir für die erste Zeit in Berlin sonst?
    Kurt: Dass ich erst einmal ankommen darf, alles in Ruhe kennenlernen kann. Ich hoffe, dass dies auch die große Medienlandschaft Berlin respektiert. Erst will ich Leistung zeigen, dann reden.

    herthabsc.de: Was sind Deine Stärken?
    Kurt: Zuerst mal muss ich sagen, dass ich noch viel, viel lernen kann und will. Ich will mich entwickeln, immer besser werden. Ein paar Anlagen habe ich schon: Ich glaube, ich bin recht schnell. Man sagt, ich habe einen guten linken Fuß. Ich bin mutig, lasse mich von keinem beeindrucken, mache gerne überraschende, freche Dinge auf dem Platz.

    herthabsc.de: Wie beschreibst Du Dich selbst?
    Kurt: Ruhig außerhalb des Platzes – und eben frech auf dem Rasen.

    herthabsc.de: Was magst Du nicht?
    Kurt: Wenn Dritte über einen urteilen, ohne Dich zu kennen. Wenn Dinge aufgebauscht werden, die im Grunde ganz harmlos waren. Wenn man nicht respektvoll miteinander umgeht.


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    Erste Tipps: Nello di Martino (li.) mit Herthas neuer Nummer 18.

    herthabsc.de: Wer hat Dich in Deiner Bayern-Zeit am meisten beeindruckt?
    Kurt: Arjen Robben. Der ist nicht zu stoppen. Auf dem Platz ja sowieso nicht. Aber auch sonst. Im Training, er ist früher da als andere und geht später. Trainiert immer mehr als die meisten. Wahnsinn. Das ist echt vorbildlich, Arjen hat eine tolle Einstellung.

    herthabsc.de: Wer hat Dir bei den Münchnern geholfen?
    Kurt: Mitchell Weiser, David Alaba – klar. Rafinha, der war mein Sitzpartner. Aber zum Beispiel auch Franck Ribery - der hat sich gekümmert, mir immer mal wieder Tipps gegeben. Von ihm konnte man sich auch so einiges abschauen. Insgesamt war es natürlich eine wahnsinnige Erfahrung, in so einem Klub, in so einer Mannschaft dabei sein zu dürfen. Das war schon traumhaft.

    herthabsc.de: Inwieweit konntest Du von Pep Guardiola profitieren?
    Kurt: Er ist ein großartiger, ganz besonderer Trainer. Von dieser Zeit bei ihm profitiere ich mit Sicherheit!

    herthabsc.de: Hast Du ein fußballerisches Vorbild?
    Kurt: Na klar – Lionel Messi. Wahrscheinlich wie hunderte Kollegen mit mir. Aber er ist eben auch ein toller Kicker.

    herthabsc.de: Wie hast du die Entwicklung von Hertha BSC in den vergangenen Monaten erlebt?
    Kurt: Hertha hat eine fantastische Hinrunde gespielt. Ich glaube, dass niemand damit gerechnet hatte, dass der Verein zum aktuellen Zeitpunkt so gut dasteht. Mich freut es jetzt natürlich umso mehr. Es ist als Neuzugang einfacher, in eine intakte Mannschaft zu kommen, die sportlich erfolgreich ist. Aber wir sind erst in der Mitte der Saison, wir haben noch nichts erreicht und müssen weiter Vollgas geben, um weiter zu punkten.


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    Der Neue mit der 18: Sinan Kurt.

    herthabsc.de: Du hast die Nummer 18 als Trikotnummer bekommen – warum?
    Kurt: Kein warum - sie war frei und die 18 ist doch eine schöne Zahl, oder?

    herthabsc.de: Wer ist die wichtigste Person in Deinem Leben?
    Kurt: Meine Mutter Roswitha, keine Frage. Sie war auch mit in München, hat mich dort unterstützt. Aber jetzt nach Berlin ist sie nicht mit, ich will auf eigenen Füßen stehen, meinen Weg gehen – wird Zeit.

    herthabsc.de: Hast Du Geschwister?
    Kurt: Ja, eine ältere Schwester - Aylin. Und ich bin auch schon Onkel, habe eine kleine Nichte – Selina.

    herthabsc.de:
    Freundin?
    Kurt: (lacht). Nein, noch bin ich überzeugter Single.

    herthabsc.de: Sozialen Medien?
    Kurt: Alles – Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat – finde ich alles spannend und mache ich gern.

    herthabsc.de: Was sind Deine Hobbies neben dem Fußball?
    Kurt: Musik auf jeden Fall. Rap, RnB - all sowas. Früher habe ich sogar selbst Gitarre gespielt.

    herthabsc.de: Dann müsste Dir Herthas neue Kabine gefallen...
    Kurt: Oh ja, die ist großartig. Besonders die Chill-out-Area mit dem Mischpult – super Sache!

    herthabsc.de: Kennst Du Berlin eigentlich?
    Kurt: Ja – und sogar das Hertha-Gelände. Ich war hier mal beim Nike-Premier-Cup. Und in der Stadt war ich ab und an auch schon privat.

    herthabsc.de: Wie ist Dein Eindruck?
    Kurt: Sehr, sehr, sehr groß... Aber total spannend. Mitch sagt, es wäre unfassbar vielfältig. Da habe ich einiges zu entdecken.

    (PeB/fw/City-Press)


     
  7. Kurt: Das Ende der Leidenszeit
    Er wollte angreifen in der Rückrunde - und musste bereits am zweiten Tag des Wintertrainingslagers auf Mallorca seine Hoffnungen abschreiben. Jetzt ist Sinan Kurt zurück. Nach seiner schweren Verletzung am linken Sprunggelenk (Bandruptur und Knochenödem) ist der 20-Jährige am Dienstag bei Hertha BSC ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

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    Nach schwerer Verletzung wieder im Mannschaftstraining: Sinan Kurt.
    © imago[​IMG]
    Kurt hatte sich auf Mallorca in einem Zweikampf mit Rechtsverteidigertalent Ugur Tezel, der unglücklich auf ihn gefallen war, schwer verletzt und unter Tränen und auf zwei Physiotherapeuten gestützt den Übungsplatz auf dem Trainingsgelände des spanischen Zweitligisten RCD Mallorca verlassen. Nach der vorzeitigen Rückkehr nach Berlin wurde der Linksaußen, der im Winter zuvor vom FC Bayern in die Hauptstadt gewechselt war, am Sprunggelenk operiert. Jetzt hat Kurt berechtigte Hoffnungen, im Saisonendspurt noch Spielzeit in der Bundesliga zu erhalten. Vor der schweren Verletzung hatte ihm Trainer Pal Dardai "einen richtig großen Schritt nach vorn" bescheinigt.

    ich wünsche ihm jetzt alles Gute und Glück beim zweiten Anlauf.
     
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  8. Sieh an, Sinan! Herthas Kurt rennt, kämpft und trifft

    • Von


    • Wolfgang Heise
    • 11.08.17, 22:16 Uhr
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    Sinan Kurt mit Kondi-Coach Henrik Kuchne beim Straftraining.

    Foto:
    City-Press GbR

    Er ist momentan Herthas spannendste Personalie, obwohl er bisher gar nicht den Sprung in den Kader geschafft hat – Sinan Kurt (21), das ewige, schlampige Talent. Trainer Pal Dardai versucht mit allen Mitteln, den absoluten Willen aus dem Supertechniker herauszukitzeln. Gelingt es dem Coach doch noch, ist es sein Meisterstück. Sieh an, sieh an, Sinan rennt, kämpft und trifft.

    Zum Abschluss im Trainingslager in Schladming gab es für Kurt, der im Januar 2016 von Bayern zu Hertha wechselte, noch mal die volle verbale Breitseite von Dardai: „Wenn man einen jungen Spieler immer wieder motivieren und über die Mentalität sogar heulen muss, haben wir ein Problem. Der soll seinen Arsch bewegen.“

    In Ansätzen sah man es schon in Schladming, dass sich der linke Flügelflitzer mehr bemüht. Dardai: „Jetzt macht er etwas, er spürt es, dass es seine letzte Chance ist.“



    Kurt gibt Vollgas

    Zurück in Berlin gibt Kurt noch mehr Vollgas. Er rennt, kämpft und trifft sogar das Tor im Training. Dardai hat ihn längst nicht fallengelassen. Im Gegenteil.

    Beim Taktikspiel spricht er Kurt direkt an, unterbricht die Einheit und gibt ihm Tipps, wie er sich im Zweikampf bewegen muss, dabei greift der Trainer ihn an die Schulter, um Kurts Körper in die richtige Stellung zu bringen. Zwei Minuten später gibt es sogar ein Lob: „Gut, Sinan, das klappt schon.“

    Der Trainer bemüht sich, wo er kann, weil er das Potenzial des jungen Ex-Bayern-Profis sieht. Doch er sieht auch die Gefahr, dass es wegen Nachlässigkeit des Spielers sinnlos verschwendet wird. Nach der Verbalpeitsche gibt es jetzt Zuckerbrot. Es gab lange Gespräche mit Kurt. Ihm wurde angeraten, dass er sich ein Beispiel an Mitch Weiser nehmen soll, der auch von den Bayern kam, aber sich erst bei Hertha so toll entwickelte. Siehe da, Kurt hat jetzt viel mehr Kontakt zu Weiser. Beide gehen täglich gemeinsam vom Trainingsplatz.

    „Wir geben Sinan nicht auf“
    Auch Manager Michael Preetz beobachtet es genau und sagt: „Wir geben Sinan Kurt nicht auf. Der Junge hat großes Talent. Bei ihm muss es nur endlich Klick machen. Er ist jetzt in der Profiwelt.“ Preetz hat kein Problem mit der harten Kritik des Trainers: „Manche Spieler brauchen das so, um wach zu werden.“

    Und was sagt Kurt? Lieber gar nichts! „Ich gebe momentan keine Interviews“, so Kurt. Hoffentlich will er jetzt endlich Taten sprechen lassen.

    – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/28155662 ©2017
     
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  9. Warum die Berliner weiter an den Youngster glauben
    Einzeltraining: Herthas nächster Versuch bei Kurt
    Mitchell Weiser fehlte am Montag im Mannschaftstraining bei Hertha BSC, auch Jordan Torunarigha, Julius Kade und Maurice Covic nahmen nicht an der ersten Einheit der Woche teil. Die Abwesenheit des Quartetts war allerdings nicht das beherrschende Gesprächsthema. Das lieferte vielmehr Sinan Kurt.

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    Vorerst nicht mehr im normalen Trainingsbetrieb dabei: Sinan Kurt (Mi.).
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    Pal Dardai war mit dem Start in die Arbeitswoche, die das Auswärtsspiel bei Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) beinhaltet, zufrieden. "Es war ein gutes Training mit einem Tick Aggressivität. Das gehört dazu. Solange es kein Frustfoul gibt, ist alles wunderbar", sagte Herthas Trainer. Auch eine kurze Rangelei zwischen den Abwehrspielern Marvin Plattenhardt und Sebastian Langkamp bereitete dem Coach keine Sorgen. "Das finde ich schön. Männersport, da gibt es Adrenalin", erklärte der Ungar, der neben den ohnehin verletzten Karim Rekik und Rune Jarstein auf vier weitere Spieler verzichten musste.

    Youngster Julius Kade zog sich im A-Jugend-Spiel eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu und fällt "Minimum zwei Wochen" (Dardai) aus. Jordan Torunarigha und Maurice Covic erhielten nach ihren Einsätzen bei der U 23 am Sonntag eine Verschnaufpause. Und Mitchell Weiser plagen laut Klubangaben muskuläre Probleme. "Es ist nichts Großes, aber bei solchen Geschichten sind wir vorsichtig. Es kann jeden Tag wieder okay sein, so dass er mit uns trainieren kann. Aber es kann auch etwas länger dauern. Da müssen wir von Tag zu Tag schauen", vermeldete Dardai.

    Er hat Qualität, er hat einen feinen linken Fuß, er kann kicken, aber es fehlt halt etwas.Pal Dardai über Sinan Kurt

    Die Schlagzeilen in Berlin bestimmten allerdings nicht diese Personalien, sondern Sinan Kurt. Hertha hat den ehemaligen Junioren-Nationalspieler aus dem regulären Trainingsbetrieb genommen und ihm Einzeltraining verordnet. Ausführlich kommentieren wollte Dardai den Vorgang, über den zuerst die Bild-Zeitung berichtet hatte, nicht. Herthas Trainer verwies zunächst auf Manager Michael Preetz, versicherte dann, dass sich die Maßnahme "nicht gegen Sinan" richte und fasste schließlich Kurts Situation mit den Worten zusammen: "Sinan ist ein guter Junge. Er hat Qualität, er hat einen feinen linken Fuß, er kann kicken, aber es fehlt halt etwas."

    Es fehlt halt etwas - das hat Dardai über den 21-Jährigen bereits mehrfach gesagt. Auch mit sehr viel deutlicheren Worten, weil ihm die Fitness und die Einstellung des Spielers missfielen. Bislang ohne die erwünschte Wirkung.

    Kurt, der vor zwei Jahren für eine halbe Million Euro vom FC Bayern geholt worden war, kam in dieser Saison weder in der Bundesliga noch im Pokal zum Einsatz. Für die Europa League wurde er gar nicht gemeldet. Meistens trainierte er bei den Profis mit und spielte für die U 23 in der Regionalliga, konnte sich dort aber auch nicht empfehlen und saß manchmal sogar bei der zweiten Mannschaft nur auf der Bank. Nun unternimmt Hertha mit der Maßnahme des Einzeltrainings den nächsten Versuch mit dem Außenbahnspieler.

    Preetz hofft, dass Kurt dass er "in Sachen Eigenständigkeit weiterkommt"
    "Wir möchten weiter mit Sinan arbeiten und ihn entwickeln, da wir unverändert Potenzial bei ihm erkennen. Er ist zwar in einem verbesserten Zustand aus dem Winterurlaub zurückgekehrt, aber noch nicht auf dem Level, welches wir uns von ihm wünschen", teilte Michael Preetz via Twitter zu dem Vorgang mit. "Gemeinsam haben wir entschieden, dass Sinan abseits des Teamtrainings mit individuellen Einheiten auf dieses Level kommen soll, um eine Alternative im Kader bei uns zu werden", so der Hertha-Manager weiter: "Wir erhoffen uns auch, dass er außerhalb seines gewohnten Umfeldes in Sachen Eigenständigkeit und Eigenverantwortung weiterkommt."

    Diese Hoffnung äußerten die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten immer wieder. So hatte Preetz bereits im Sommer betont, dass "Sinan in dieser Saison bei uns spielen wird. Wir wollen ihn wieder dahin bekommen, wo wir ihn im vergangenen Winter hatten. Da war er auf einem richtigen guten Weg und auch nah dran an der Mannschaft. Wir lassen ihn nicht fallen."

    Vertragsende naht: Wie geht es mit Kurt in Berlin weiter?
    Immer wieder ging es in der Vergangenheit auch um Kurts Einstellung. "Sinan hat großes Talent. Aber er muss eines verstehen: Der Wichtigste ist er, er wird am Ende darüber entscheiden, ob er sein Potenzial ausschöpft und eine erfolgreiche Profikarriere erreicht oder nicht. Unsere Aufgabe ist es, ihm mit allem, was uns zur Verfügung steht, zu helfen. Wir arbeiten daran, ihn auf den richtigen Kurs zu führen", sagte Preetz ebenfalls im vergangenen Sommer.

    Ein halbes Jahr später wiederholt sich die Geschichte, wenn nun auch mit einem neuen Ansatz. Kurt, der sich vor einiger Zeit von seinem Berater Michael Decker trennte und von Roger Wittmanns Agentur ROGON betreut wird (die bei Hertha unter anderem auch Youngster Arne Maier vertritt, mit dem der Klub derzeit über eine Vertragsverlängerung spricht), steht in Berlin noch bis Juni 2019 unter Vertrag. Ein Transfer des einst als Ausnahmetalent gefeierten Außenbahnspielers dürfte sich angesichts des Images, das dem Spieler inzwischen anhaftet, derzeit schwierig gestalten. Kurts Entwicklung bei Hertha, wo man Talente weiterbringen möchte, soll nun ein zunächst für zwei bis drei Wochen angesetztes Individualtraining in die richtigen Bahnen lenken.
     

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