Hallo Gast! Du bist noch kein Mitglied unserer Community. Um vollen Zugriff zu erhalten kannst Du dich hier kostenlos registrieren!Sicherlich kann man darüber streiten, ob es sinnvoll war sich im Block K zu versammeln, weil man wußte das dies weiteren Ärger zur Folge hat.
ABER ist dies nicht der falsche Ansatz.
Hertha BSC ermöglicht Fans in diversen Heimspielen das Ansehen des Spiels
im Oberring. Die Fans gehen im Bewußtsein, dass das Spiel gegen Bayern ausverkauft ist, nicht den Weg in den Oberring, um Ärger zu vermeiden .
WAS macht Hertha BSC? Sie ziehen die stillschweigende Genehmigung für den Oberring in der Rückrunde zurück, verbreiten ihre Aufforderungen (Drohungen) per Mail und Homepage OHNE persönlichen Kontakt.
Die Fanbetreuung schweigt ..... und dann erwartet man devotes Fanverhalten??
Ich bin nun schon im gesetzten Alter und habe diese "Probleme" vor vielen Jahren auch gehabt, aber ich kann nur sagen es tut mir in der Seele weh, wie ich sehe,wie Hertha BSC mit seinen Fans umgeht.
Hertha Fans sind alle, die diesen Verein ein Leben lang in Ihrem Herzen tragen, das können Familien sein, das sind alte Leute, aber das sind auch engagierte junge Fans in der Ostkurve, die mit viel Herzblut, viel Zeit für Ihren Verein opfern.
Diese ewige Kriminalisierung von ganz normalen Fussballfans geht mir auf die Nerven!!! Zehn Jahre spielt Hertha wieder in der Bundesliga und wo sind sie, die ewigen Krawalle, Ausschreitungen, die ein solches Ordner- und Polizeiaufgebot rechtfertigen?? Heimspiel für Heimspiel laufen Hertha- und Gästefans zur S-Bahn und zurück ohne das ich einmal gesehen habe,dass es Ausschreitungen gab.
Also ich kann nicht verstehen warum Verein und Fanbetreuung jetzt plötzlich den Konflikt suchen wo doch dieser Zustand die ganze Hinrunde toleriert wurde?
Die HB's haben sich solidarisch verhalten, nachdem im Anschluß an das VfB Spiel wiedermal willkürlich verordnete Stadionverbote ausgesprochen wurden. Zu diesen Vorfällen gab es wohl bis heute keine Anhörung der Betroffenen.
Warum jetzt auf einmal dieser Zirkus mit den Tageshausverboten und als Krönung den Polizeikessel?
Dann noch diese fadenscheinigen Begründungen wie, man vermutete Angriffe auf Bielefelder Fans!
Wer denkt sich denn eigentlich so einen Quatsch aus?
Das wäre ja so als wenn mich die Polizei mit dem Auto anhalten würde, mir den Führerschein wegnimmt, den Wagen beschlagnahmt und begründet, sie haben die Vermutung das ich an der nächsten Kreuzung einen Fußgänger überfahren wollte.
Ich weiß nicht ob das einem Rechts-Staat, dessen wir uns ja immer und überall auf der Welt rühmen, enspricht.
Ich denke nicht...
aber ich glaube, das die betroffenen Personen irgendwann die Lust verlieren werden diesen Verein weiterhin bedingungslos mit Hingabe und Leidenschaft zu unterstützen.
Es scheint mir das der Polizeieinsatz außerhalb des Stadions in der Art inszeniert war so das seitens der Polizei wieder mal Berichte über einen erfolgreichen Einsatz geschrieben werden konnten. Im Stadion war ja mit den "bösen Herthafans" nichts zu machen. Vielleicht haben die Beamten der EGH Angst abgezogen und an anderer Stelle eingesetzt zu werden. Ständige Berichte über Einsätze sichern ja weitere Präsenz bei Hertha BSC.
Zu gern würde ich von der EGH mal einen aktiven Hooligan unter den Herthafans präsentiert bekommen der deren Einsatz rechtfertigt. Ich kenne andere Fanszenen in Berlin wo die Jahre zu tun hätten.
Dem Verein schmeckt das Thema auch nicht. Läuft ja aktuell die Diskussion ob Bundesligavereine nicht die Kosten von Polizeieinsätzen selbst tragen sollen. Die werden sich hüten der Polizei ans Bein zu schiffen.
Meine Meinung.
Ja aber hätte Hertha die Jungs noch 2 Spiele in den Oberrang gelassen dann wäre der ganze Zinnober nicht passiert!
Gerade bei einem Spiel wie gegen Bielefeld, wo sich gerade einmal 32 000 Zuschauer ins Oly verirren hätte man nochmal ein Auge zudrücken können... sonst kämpfen sie mit allen möglichen Kampagnen um jeden Zuschauer und dann so eine Aktion!
Gegen Duisburg ist das ja nicht anders.
Nee, ich denke der Verein hat an den jüngsten Vorkommnissen genau so eine Schuld wie die Polizei und EGH.
Nimm es mal so hin das ich es aus einem Gespräch mitgenommen habe. Das diese Diskussion innerhalb der Liga läuft ist auch kein Geheimnis.
Seit wann kokettiere damit das ich Infos aus der GS erhalte? Ich muss mich allerdings auch nicht von Dir anpupsen lassen.
Der Pressesprecher sitzt auf der GS!Bin gespannt was aus der Sache noch vom Hamburger HBF wird,vermutlich nichts da bei Hertha zuviele "Gutmenschen" sitzen!
In der Liga is mir das Thema bekannt!
Gefunden im Internet!
http://img-a5.ak.imagevz.net/profile...fd4b7fc98e.jpg
Wir sind keine Konsumenten,
lassen uns von euch nicht blenden.
Ihr wollt uns einfach nicht verstehen,
wollt uns nicht im Stadion sehen.
Doch ihr werdet uns nicht los,
unsere Leidenschaft ist viel zu groß!
Wir wollen Hertha und kein Event,
ihr habt die Zeichen der Zeit verpennt!
Wir kämpfen stolz mit Emotionen,
was ihr uns nehmt werden wir uns holen!
Schreibt euch eins hinter die Ohren,
unser Kampf ist nie verloren!
Ohohoh ohohoh ohohoh ...
Erklärung der HB 98 zu den Vorfällen beim Spiel gegen den KSC
Stellungnahme Hertha BSC - Karlsruher SC (03.05.2008)
Am vergangenen Samstag sollte für viele Herthaner und Karlsruher das Spiel der Rückrunde sein, denn zwischen beiden Fanlagern existiert eine tiefe Freundschaft.
Bereits lange im Vorfeld des Spieltages wurde durch die aktiven Gruppen an den Verein (stellvertretend an die Fanbetreuung von Hertha BSC) herangetragen, dass zu diesem Spieltag das Ordnungspersonal darauf aufmerksam gemacht werden sollte, dass es sich hier um eine Freundschaft der beiden Fanlager handelt und somit besonnen in möglichen Konfliktsituationen reagiert werden soll. Analog gab es hierzu die Bitte, den Fans des Karlsruher SC Fahnen und Doppelhalter nicht in der Anzahl zu begrenzen und an diesem Spieltag große Schwenkfahnen im Block, sowie eine eventuelle Choreographie zu erlauben. Die von uns transportierte Kernbotschaft war größtmögliche Kulanz zu zeigen und einen lösungsorientierten Dialog mit den Ansprechpartnern zu verfolgen. All dies sollte am vergangenen Samstag in Vergessenheit geraten. Am Einlass teilte man den Fans des Karlsruher SC mit, dass die Anzahl der Doppelhalter auf 20 Stück im gesamten Gästebereich festgelegt wurde, obwohl Herr Dupke (Sicherheitschef der Firma B.E.S.T.) dem Fanbeauftragten des KSC mitteilte, dass keine Regulierung solcher Materialien geplant war. Außerdem waren laut Aussagen der Ordner am Eingang Südtor viele Gästezaunfahnen zu lang, oder es war angeblich kein Platz mehr zum Aufhängen vorhanden. Hierzu muss man sagen, dass wohl kein Stadion in Deutschland mehr Platz für Zaunfahnen bietet als das Olympiastadion Berlin.
Nach langen Diskussionen mit Herrn Kramell (Bereichsleiter Ordnungsdienst Hertha BSC) am Eingang Südtor, wurden Fahnen und Doppelhalter genehmigt, welche aber dann am Einlass direkt zum Gästeblock wieder verboten wurden. Ebenfalls wurde eine Zaunfahne des Hertha-Fanclubs „HFC Spandau Tradition“ verboten, da das Ordnungspersonal diese als Karlsruher Fahne ausmachten.
Wir möchten deutlich darauf hinweisen, dass die geplante Choreographie im Vorfeld durch die Fanbetreuung des KSC, am Dienstag vor dem Spiel mündlich bei der Fanbetreuung von Hertha BSC angemeldet wurde und am Freitag fristgerecht um 12 Uhr die genaue Materialverwendung bekannt gegeben und die notwenige Unterschrift geleistet wurde. Diese Unterschrift wurde für eventuelle Haftungen bei Brand oder ähnlichem benötigt. Ebenfalls teilte Herr Dupke dem Fanbetreuer des KSC mit, dass alle wichtigen Organe über die geplante Choreo seitens der KSC-Fans bescheid wussten. Viele Materialien der Choreografie fanden trotz angeblichen Verbotes erstmal den Weg ins Stadion, um danach doch wieder vor den Toren zu landen. Spruchbänder wurden den Gästen mit der Begründung der Brandgefahr abgelehnt, während diese Gefahr im restlichen Stadion offenbar nicht bestand, denn in der Ostkurve wurden tausende Zettel für die bevorstehende Choreographie verteilt und auch in anderen Blöcken gab es unzählige Werbeflyer.
Von Seiten des DFB soll es, laut Fanbetreuung von Hertha BSC, nach dem Spiel in Stuttgart eine Anweisung gegeben haben, dass Fans des Karlsruher SC schärfer kontrolliert werden sollten. Hierzu weisen wir darauf hin, dass es nach dem Stuttgart-Spiel eine schriftliche Vereinbarung zwischen Verein und Fans gab, dass auf Pyroartikel verzichtet wird. Diese öffentliche Erklärung wurde kurz nach dem Spiel VFB Stuttgart – Karlsruher SC verfasst und daraufhin wurde sogar eine Choreografie mit Zetteln in Duisburg genehmigt, welche auch ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wer tatsächlich für Entscheidungen und Weisungen im Stadion verantwortlich ist. Denn durch unsere Wahrnehmung haben sich Hertha BSC, die Betreibergesellschaft und Polizei aus der Verantwortung gezogen. Die Entscheidungen haben immer andere getroffen!
Zudem sind wir sehr enttäuscht, dass der Verein ein „Spiel unter Freunden“, welches an diesem Spieltag viele neue potentielle Stadionbesucher emotional hätte binden können, so mit bürokratischen Vorschriften zerstört. Seit langer Zeit wird durch die aktiven Fans von Hertha BSC die Bürokratie des Vereins bemängelt und sich für einen fanfreundlicheren Umgang gegenüber den Anhängern der Gästemannschaften eingesetzt. An diesem Spieltag hätte man zeigen können, dass Hertha BSC unbürokratisch und fanfreundlich ist, dies war leider nicht der Fall. Wir möchten nochmals betonen, dass Probleme zwischen dem Verein Hertha BSC und der Betreibergesellschaft nicht auf dem Rücken der treuen „Kundschaft“, den Fans, ausgetragen werden dürfen und die Schuld dann von einer auf die anderen Seite geschoben wird.
Wir möchten hiermit deutlich Hertha BSC in die Verantwortung nehmen, die Problematiken des Spieltages aufzuarbeiten und hierzu klare Aussagen zu treffen.
Harlekins Berlin '98 & Phönix Sons Karlsruhe '99
Hier ein Aufruf der HB98
Neue Beschallungsanlage
Hallo Herthaner,
nicht wenige Leute waren skeptisch oder sogar erbost, als wir uns im Jahr 2004 dazu entschieden eine Beschallungsanlage anzuschaffen, um die Stimmung in der Ostkurve weiter zu verbessern und vor allen Dingen besser zu koordinieren.
Heute wissen wir, dass die Anschaffung der Anlage ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Ostkurve war. Mit Stolz können wir behaupten, dass sich die Unterstützung unseres Vereins in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert hat, nicht zuletzt durch den gezielten Einsatz der Anlage – und diese Entwicklung soll noch lange nicht zu Ende sein. Damals jedoch wusste keiner genau, ob sich die Stimmung in der Kurve durch das Aufstellen von vier Hörnern anstatt eines einzelnen Megafons überhaupt verbessern ließ. Aus diesem Grund wurde zunächst, in einer Art Probelauf, in eine qualitativ nicht zu hochwertige Anlage investiert. Dies spiegelt sich heute in der recht dürftigen Verständlichkeit der Durchsagen und Gesänge wider, was uns nicht selten im persönlichen Gespräch mit Leuten aus der Ostkurve zugetragen wird. Auch wir selbst haben diesen Umstand erkannt und sind deshalb gewillt eine neue, bessere Anlage anzuschaffen.
Dabei geht es jedoch nicht darum, eine „Super-Soundsystem-Anlage“ aufzustellen, die wie in anderen deutschen Kurven alles andere übertönt. Die neue Anlage soll weder lauter sein, noch dazu dienen, die Stimmung noch künstlicher und aufgesetzter zu gestalten. Auch das Mitsingen der Gesänge über die Anlage durch den Vorsänger soll weiter auf ein Minimum reduziert werden. Vielmehr soll mit der neuen Anlage darauf abgezielt werden, durch eine bessere Verständlichkeit klare, prägnante Durchsagen zu ermöglichen, die besonders bei Choreos unabdingbar sind. Die Fans sollen weniger durch blechernen Sound genervt, sondern vielmehr durch kurze, klare Durchsagen motiviert werden.
Kommen wir nun zum eigentlichen Knackpunkt, woran die Anschaffung bisher gescheitert ist - die Finanzierung. Eine Anlage, die den Anforderungen unserer großen Kurve (7.200 Leute) gerecht werden soll, kostet ca. 1.000,- €, welche für uns als kleine Gruppe nicht ohne weiteres allein zu stemmen sind.
Alle Fans in der Ostkurve, die uns Harlekins Berlin bei der Anschaffung dieser Anlage unterstützen wollen, sind hiermit dazu aufgerufen uns eine Geldspende zukommen zu lassen.
Gespendet werden kann sowohl am Fanstand, als auch unten in der Kurve neben dem Vorsänger-Podest (vor und nach dem Spiel). Darüber hinaus werden in der Halbzeit-Pause Leute aus unserer Gruppe mit Spendenboxen durch die Reihen gehen.
Stellt euch vor jeder vierte Fan gibt nur 1,00 €, schon steht die Anlage zum nächsten Heimspiel vor der Kurve! Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass die neue Anlage auch zukünftig nur durch die beiden Vorsänger bedient wird.
Wir bedanken uns bei Spendern im Voraus und verbleiben mit einem bald aus allen Kehlen noch viel lauter durch die Kurve schallenden
HA HO HE - HERTHA BSC!
Harlekins Berlin ‘98
Zur Info
Erfolgreiche Sammlung
Hallo Herthaner,
am vergangenen Spieltag haben wir um Geldspenden für eine neue Beschallungsanlage gebeten und die Beteiligung war enorm. Unmengen an Münzen und Scheinen sollten den Weg zu uns finden, damit wir alle zukünftig noch stärker, gefestigter und kreativer als 12. Mann hinter unserem Verein stehen und die Mannschaft nach vorne peitschen können. Nach der Auszählung können wir einen durchaus überraschenden Spendenbetrag von 1.183,77€ vermelden und eine neue Anlage konnte somit heute gleich bestellt werden! Wir möchten hier einen großen Dank an alle aussprechen, die uns mit ihrer Spende unterstützt haben.
Wir hoffen, dass bereits zum Spiel gegen den FC Bayern München (14.02.) die neue Beschallungsanlage geliefert wurde und Ihren Zweck, nämlich vor allem die bessere Verständlichkeit, erfüllt. Sollte am Ende noch ein Restgewinn entstanden sein, werden wir den übergebliebenen Betrag dem Förderkreis Ostkurve e.V. spenden.
HA HO HE – Hertha BSC!
Harlekins Berlin '98
Zur Information
Es ist vollbracht! Das dritte Kapitel "Das Tagebuch der Alten Dame" hat das Licht der Fanzinewelt erblickt und ist ab sofort bei alle Heimspielen am Fanstand erhältlich. Zudem ist das Fanzine auch bei den nächsten Auswärtsspielen erhältlich ...
Achtung: Ein Postversand von Heften ist nicht möglich!
Der Preis wird 3,- € betragen. Der Grund ist die erhöhte Anzahl von nun insgesamt 144 Seiten!!!!
Wir hoffen auf euer Verständnis...
Zur Info
Rückblick auf die Krebshilfe – Aktionen 2009
Auch in diesem Jahr veranstalteten wir Benefizaktionen für die Deutsche Krebshilfe, in der Erinnerung an Benny, dessen Todestag sich vor kurzem zum 5. Mal jährte. Wir sind stolz, dass viele Herthaner und auch Fans anderer Vereine uns weiterhin unterstützen für Menschenleben zu kämpfen. Das Motto „Nicht vergessen – weiterhelfen!“ ist zu einer festen Tradition in unserem Fußballalltag geworden.
Zum letzten Heimspieltag war nun wieder die Aktion „Spendet Becher – Rettet Leben!“ geplant. Obwohl mit dem Gegner aus Gelsenkirchen der sicher unbeliebteste Verein für jeden Herthaner ins Olympiastadion reiste, arbeiteten beide Fanszenen für das gleiche Ziel. Die Ultras Gelsenkirchen selbst hatten auf ihrem Flyer beim Heimspiel zuvor für die Aktion geworben und auch auf der offiziellen Vereinsseite fand sich ein Aufruf zur Teilnahme an der Sammelaktion. Respekt dafür, dass im Angesicht einer solchen Thematik Vereinsrivalität keine Rolle spielt. Die Schalker allein sammelten 237,78€. Bei einer späteren Aktion beim darauf folgenden Heimspiel weitere 862,22€. Das ergibt eine Gesamtsumme von 1100€. Vielen Dank!
Leider verlief nicht alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Vor einigen Monaten bereits hatten wir die Aktion bei Hertha angemeldet und mit dem Verein zusammen geplant. Durch die Freibieraktion zum letzten Spieltag und den großen Zuschauerandrang gab es kurzfristig bereits im Vorfeld Probleme bei der Absprache zwischen uns, dem Verein und der Catering-Firma, was den Getränkeausschank in Pfandbechern betraf. Man hatte uns vor dem Spiel mitgeteilt, dass es deutlich weniger Pfandbecher geben würde als ursprünglich geplant. Aus organisatorischen Gründen sollte der Ausschank, vor allem vor dem Spiel, in Einwegbechern von statten gehen. Dass im Endeffekt praktisch aber gar keine Pfandbecher im Umlauf waren, hatte wohl niemand erwartet. Schade, dass die Problematik nicht vorher geklärt werden konnte. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr der Aktionstag noch besser vorbereitet werden kann. Wahrscheinlich ist es auch sinnvoller, eine solche Aktion nicht erst am letzten Spieltag durchzuführen. Das müssen wir uns wohl selbst eingestehen.
Gut lief, außer den fehlenden Pfandbechern, die Zusammenarbeit mit dem Verein. Es war kein Problem, dass die Helfer vor der Stadionöffnung auf dem Stadiongelände ihre Vorbereitungen treffen konnten. Es gab von Hertha gesponserte Aktions-Shirts und Spendenausweise, die viele Diskussionen und theoretische Zweifel der Spender von vornherein ausschlossen. Obwohl kaum Becher gesammelt werden konnten, bedanken wir uns herzlich bei allen Fans, die Geld spendeten und damit die Aktion doch noch erfolgreich enden ließen! Immerhin kamen nämlich auf diesem Weg 3.129,64€ zusammen. Der Gesamterlös (mit dem Geld der Gästefans) von 4229,64€ wurde von Hertha im Nachhinein auf 8600€ erhöht. Auch dafür, herzlichen Dank.
Seit einigen Wochen lief auch der Verkauf von CDs unserer Saisonhymne „Hey das geht ab“, die zusammen mit „Frauenarzt“ und „Manny Marc“ aufgenommen wurden. Die CDs sind inzwischen ausverkauft. Durch diese Aktion konnten noch einmal 7.863,40€ für die Krebshilfe gesammelt werden. Danke an alle Käufer und die Atzen für die Zusammenarbeit und den völligen Verzicht auf finanziellen Gewinn an der CD.
Abgerundet wurden die Aktionen am 6. Juni 2009 mit dem 4. Remember-Benny-Cup. Auch dort kam eine beachtliche Spende von 3.870.92 € zusammen. In diesem Jahr werden alle Mehreinnahmen und Spenden vom Benny-Cup an die Aktion Knochenmarkspende Brandenburg Berlin e.V. (AKBB) gehen.
Trotz der Enttäuschung über die fehlenden Becher, blicken wir dankbar und zufrieden auf die Aktionen in diesem Jahr zurück.
Es bleibt dabei: Nicht vergessen – weiter helfen – Leben retten!
Harlekins Berlin '98
Stellungnahme der Harlekins Berlin
Was ist passiert?Wie Ihr sicherlich alle mitbekommen habt, stürmten nach dem verlorenen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg etwa 150 Personen den Innenraum des Olympiastadions. Nach unserem Kenntnisstand war der Personenkreis, der den Innenraum stürmte, breitgefächert. Auch aus unserer Gruppe waren einige Mitglieder beteiligt, was wir nicht verschweigen wollen, ebenso gab es Beteiligte auch aus anderen ultraorientierten Gruppen, langjährigen Ostkurvengängern, wie auch eine erhebliche Anzahl „ganz normaler Herthafans“. Im Zuge des Platzsturms kam es zu Sachbeschädigungen, die wir verurteilen und wozu wir unseren Teil zum Ersatz des Schadens beitragen wollen.
Dies soll kein Schuldeingeständnis unserer Gruppe sein. Es gab Mitglieder der „Harlekins Berlin“ die auf dem Platz waren und es gab viele „Harlekins Berlin“, die es nicht waren. Nicht mehr und nicht weniger. Die Aktion war in keiner Weise von uns oder irgendjemand anderem geplant oder vorhergesehen. Wer so etwas behauptet, hat wohl weder das Spiel gegen Nürnberg im Stadion gesehen, noch die Saison aufmerksam verfolgt.
Die FolgenDie Meinungen in unserer Gruppe zum Thema sind nicht eindeutig. Einige fanden angesichts der Situation ein solches Zeichen angebracht, andere waren der Meinung es ging deutlich zu weit. Einig sind wir uns, dass niemand die Absicht hatte Hertha BSC zu schaden! Dass es so weit gekommen ist, trifft uns als Herthaner mit Leib und Seele heute schwer. Dass seit der Entscheidung des DFB-Sportsgerichts auch finanziell erheblich büßen muss, geht nicht spurlos an uns vorbei. Dass viele Herthafans beim Heimspiel gegen Stuttgart nicht ihren Verein unterstützen dürfen ist ein sehr harter Schlag. Wie über unsere Ostkurve, über „Ultras“, über unsere Gruppe, aber auch generell über Herthaner in den Medien nach dem Vorfall berichtet wurde, ist für uns kaum zu ertragen.
Wie viele Experten gaben ihre Einschätzung ab und sprachen von „Gewalt“ oder „Wilden Jagdszenen“? Um gleich ein Missverständnis zu vermeiden: Wir wollen nichts an den Geschehnissen herunterspielen oder verharmlosen. Wir sind uns bewusst, dass das Betreten des Spielfeldes in Deutschland ein Tabubruch darstellt. Dass die Szenerie ein „Betreten“ deutlich übertrifft steht ebenfalls außer Frage. Wir sind uns bewusst, dass die Bilder in den Medien für Außenstehende von Fußballfanszenen, absolut furchterregend aussehen. Dies sind negative Momente des Geschehens, die wir nun spüren müssen.
Der Platzsturm ist sachlich schwer zu erklären. Es ist auch für uns, die wir Beteiligte in unseren Reihen haben, unmöglich in alle Köpfe zu sehen. Klar gestellt ist bereits, dass von einer geplanten Handlung nicht die Rede sein kann. Das nun folgende ist keine Antwort, wie es dazu kommen konnte, erst recht nicht wie es hätte verhindert werden können. Es ist nur eine Vermutung, die sich aus ständigem Meinungsaustausch und Erlebnisberichten gebildet hat.
Wie konnte es soweit kommen?
In den letzten zwei Wochen verging nahezu kein Tag, an dem die Vorfälle nicht diskutiert wurden. Im Ganzen handelte es sich nach unserer Wahrnehmung deutlich um das Entladen verschiedenster angestauter Emotionen, die nach der Niederlage in diesem bedeutenden Spiel zum Ausbruch kam. In vermutlich jedem steckte die Wut über eine unfassbar beschissene Saison, die mit eben dieser Niederlage wohl ihren traurigen Höhepunkt fand. Während einige Fans wie paralysiert zu Boden sanken, schlug bei anderen die schwerwiegende Emotion in blinden Aktionismus um. In wenigen Minuten wurde klar, was Hertha BSC und was wir in dieser Saison alles verloren haben. Für viele war der Moment eine Extremsituation. Extremsituationen rufen teilweise extreme Reaktionen hervor. Der Platzsturm war eine solche extreme Reaktion.
Wir alle in der Ostkurve, verbunden durch unsere Leidenschaft für Hertha BSC, haben in dieser schwierigen Saison immer wieder gemeinsam hinter unserem Verein gestanden und in immer wieder aussichtslosen Situationen alles für die Mannschaft gegeben, auch wenn die Spieler es teilweise oft gar nicht verdient hatten. Es fiel uns oftmals nicht leicht, manchmal mussten wir uns sogar dazu zwingen noch ein „Ha Ho He – Hertha BSC“ über die Lippen zu bekommen, angesichts der großen Enttäuschung die über das Spielgeschehen herrschte. Dem einen oder anderen in der Fanszene war das Zuviel und wir mussten verbale Schelte für unsere Haltung ertragen. Das haben wir so hingenommen und uns nicht von unserem Weg der Unterstützung abbringen lassen, bis es auch schon in der Hinrunde Momente gab, an denen wir nicht weiter wussten und als Zeichen auch zwei Spiele auf organisierte Unterstützung verzichteten.
Ihr erinnert Euch vermutlich, wir schrieben mit dem Trainerwechsel im Herbst 2009 einen offenen Brief an die Mannschaft und den neuen Trainer, der dem Großteil der Spieler aber wohl vorenthalten wurde oder zumindest keine erkennbare Wirkung zeigte. Nach der Niederlage in Nürnberg wurde der Mannschaftsbus gestoppt und verzweifelt wurde versucht, die Spieler wachzurütteln. Wir appellierten mit Spruchbändern eindringlich an die Moral der Mannschaft, wir appellierten auf diese Weise an die Spieler, damit ihnen bewusst werden sollte, für wen sie hier spielen und was es für uns alle bedeuten würde, wenn Hertha BSC absteigt. Wir suchten das persönliche Gespräch mit den Spielern. Wir wurden nicht müde, auch viel kritisierte Spieler unsere Unterstützung zuzusichern. Als sich trotz allem nichts an der Situation veränderte, besuchten wir zusammen mit 300 Herthanern schweigend das Training vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Was sollten wir noch sagen? Es waren so viele Worte und Gesten bereits erfolglos geblieben.
Zur Rückrunde gaben wir mit unserer „Niemals aufgeben!“-Aktion in Hannover die Marschroute vor und es schien zu gelingen – dachten wir. Die Mannschaftsleistung erhielt langsam ein Bundesliga-Durchschnittsniveau, was normalerweise okay ist, aber eben nicht ausreicht um die Hypothek der Hinrunde zu tilgen und vom letzten Tabellenplatz wegzukommen. In den folgenden Spielen sah man zwar den Schriftzug unserer „Niemals aufgeben!“- Aktion auf den „Aufholjäger-Shirts“ in unserer Kurve, bei der Mannschaft blieb davon jedoch gerade bei Heimspielen wenig hängen. Am Abend vor dem entscheidenden Heimspiel gegen Nürnberg versuchten wir nochmals mit Plakaten an der Geschäftsstelle, welche die Spieler persönlich ansprachen, unseren Anteil dazu beizutragen, dass jeder sich bewusst wird, dass es um ein Endspiel geht, das um jeden Preis gewonnen werden musste!
Wie in einem Kurzfilm liefen wohl in vielen Köpfen diese frustrierenden Erlebnisse in der Nachspielzeit des Nürnberg-Spiels ab und ballten sich zusammen zu einem emotionalen Wutausbruch. In dieser heftigen Situation haben vermutlich schon einige gar nicht mehr realisiert was Raphael Schäfer (Torhüter, 1. FC Nürnberg) auf dem Platz veranstalte. Das teilweise Leute aus den oberen Reihen der Ostkurve wutentbrannt nach unten stürmten, ist wohl auch eine Reaktion auf die provozierenden Gesten Schäfers gewesen. Erste Fans hielten es nicht mehr aus, sprangen in den Graben vor der Kurve und klettern in den Innenraum. Was dann passierte glich einer Welle. Immer mehr Personen schienen das Gleiche zu fühlen. Was passieren sollte, wusste augenscheinlich niemand. Später hat man Stimmen gehört, einige hätten erwartet, es würden die Spieler zur Rede gestellt. Es bleibt alles spekulativ.
Nach einigen Minuten schien bei den meisten die erste Wut entladen zu sein. Mit der Rückkehr der Vernunft entschied sich die Masse, es nicht auf eine Konfrontation mit der Polizei ankommen zu lassen.
Wir wissen, dass die ganze Szene für viele beängstigend aussieht, aber gerade wenn es in diesen Tagen um Diskussionen zum Thema Strafmaß und zivilrechtliche Ermittlungen geht, sollte doch der sachliche Tatbestand betrachtet werden. Kein Mensch wurde auf dem Spielfeld verletzt! Wenn es die Personen auf dem Spielfeld darauf angelegt hätten ihre Wut gegen Personen herauszulassen, hätten sie jede Gelegenheit dazu gehabt. Zu einer Auseinandersetzung mit Ordnern oder Polizisten kam es allerdings – in unseren Augen – bewusst nicht. Dass das Verhalten der Ordner dazu seinen Teil auch beitrug wollen wir anerkennen. Was alles anderes hätte geschehen können ist spekulativ. Werden die Fakten betrachtet, ist festzustellen, dass sich auch in größter Wut niemand zu Gewalttaten gegen andere Personen hinreißen ließ.
Sachlichkeit im Umgang mit den Vorfällen?
Sachlich betrachtet gab es neben der „Erstürmung des Spielfelds“, Sachbeschädigungen, zwei Böllern sowie „Rennereien mit PVC-Stangen in der Hand“. Dass die Presse aus den Fahnenstangen sofort Eisenstangen und Holzlatten gemacht hat, ist eine dreiste Erfindung. Kein Wunder, dass Unbeteiligte und Nichtkenner von Fußballszenen vermuten, dass dort Kräfte am Werk waren die Gewalt organisiert hätten. Ebenso falsch ist die Behauptung einiger Zeitungen, dass einer der beiden Vorsänger aus unserer Gruppe von der Polizei verhaftet wurde, nachdem er durch ein Megafon zur Gewalt aufgerufen hätte - beide Vorwürfe sind schlicht unwahr.
Randalierer – Herthaner?Mehrfach hieß es in der Presse und auch bei Aussagen von Vereinsoffiziellen, dass diese „Chaoten“ und „Randalierer“ mit Sicherheit keine Herthaner seien. Trotz allem Verständnis über den Schaden, den Hertha BSC erleiden musste, vor allem durch die öffentliche Reaktion, sind wir über diese Bezeichnung sehr enttäuscht. Nur aus Leidenschaft konnte es überhaupt so weit kommen, dass einige Leute ihre Emotionen nicht mehr im Zaum halten konnten. Diese Herthaner haben es nicht ausgehalten, dass ihre Hertha in diesem Moment abgestiegen sein sollte. Diesen Fakt haben sie einfach nicht verkraftet. Viele der beteiligten Personen sind seit langen Jahren Herthafans. Gerade aus den Reihen der Ultras gibt es einige, die seit 15 Jahren kaum ein Herthaspiel verpasst haben, die jeden Tag in der Woche für Hertha BSC leben. Dies soll keine Entschuldigung sein, keine Rechtfertigung und kein Ersuchen um Milde, es ist lediglich ein Teil der Wahrheit. Auch wenn sich – aus Sicht der Verantwortlichen und verbreitet der Medien – diese Fans falsch verhalten haben, auch wenn sie straffällig geworden sind, so sind sie doch immer noch Herthaner!
Außerdem ist es bedenklich, dass in solchen Fällen grundsätzlich immer Personen diskreditiert werden, auch wenn noch gar nicht klar ist, wer beteiligt war, anstatt sich auf den Sachverhalt zu konzentrieren und diesen zu verurteilen.
Konkrete FolgenInzwischen haben für diese Aktion 33 Herthaner Stadionverbot bekommen, darunter auch Mitglieder unserer Gruppe. Mit weiteren Stadionverboten ist zu rechnen. Wir werden deshalb keinen Boykott oder ähnliches starten, suchen aber nach einer Lösung, um den Ausgeschlossenen über die bisherige „Sektion Stadionverbot“-Fahne hinaus unsere Solidarität zu zeigen. Wer sich schon einmal im Affekt etwas „geleistet“ hat, dass später schlimmste Folgen hatte, der ahnt, wie sich die betroffenen Leute fühlen. Wir wollen, werden und können unsere Jungs nicht im Stich lassen!
Von Seiten des Vereins gab es Bemühungen bereits kurz nach dem Nürnberg-Spiel in den Dialog mit uns zu treten. Erste Gespräche gab es bereits und das rechnen wir den Verantwortlichen hoch an! Ebenso ist das Fan-Projekt Berlin stets bemüht im Dialog zu vermitteln und Hilfestellungen zu geben. Eine Spaltung zwischen Vereinsführung und Fans, oder gar zwischen uns Fans kann nicht unser Anliegen sein.
Was Strafen, bzw. Einschränkungen im Fanalltag in Zukunft angeht so ist noch wenig endgültig entschieden. Wir wissen um ein Verbot von PVC-Stangen für das Dortmund-Heimspiel, was angesichts des Missbrauchs solcher Stangen für ein Spiel verständlich ist. Wir unterstützen die Haltung des Vereins keine Einschränkung für Gästefans (in dem Fall Dortmund) im Zusammenhang mit den Geschehnissen vom Nürnberg-Spiel festzulegen.
Auswärts in WolfsburgDass wir in Wolfsburg keine Stimmung organisiert haben, hatte nichts mit der Situation der ausgesprochenen Stadionverbote zu tun. Es war durch die sportliche Lage - viele von uns waren sich nach dem Nürnberg-Spiel sicher dass der Abstieg nun unvermeidlich ist - und die Ohnmacht ob der gesamten Situation begründet. Es gab keinen Plan was wir tun sollten. So waren auch die Rufe „Absteiger“ und „Wir sind Herthaner und ihr nicht!“ gegen die Spieler beim Warmlaufen keine verabredete Aktion. Auch hier ging es um eine emotionale Reaktion auf den Fakt, dass diese Spieler vermutlich diejenigen sind, die unsere Hertha nach 13 Jahren wieder aus der Bundesliga abstürzen lassen, um dann schleunigst den gesunkenen Dampfer zu verlassen. Eine Situation die vor allem viele jüngere Herthafans noch nie erlebt haben und vielleicht vorher auch nicht so viel über die Bedeutung der Rufe nachdachten. Es war im Übrigen keines Falls so, dass nur „Ultras“ diese Sprechchöre angestimmt und gerufen hätten. Gerade vor dem Spiel haben etliche Teile des Gästebereiches die Rufe mitgetragen. Dass es danach zu „Spaltungen“ im Gästebereich gekommen sei, ist nicht unsere Wahrnehmung und auch sicher nicht unsere Absicht. Wir wollen niemandem verbieten für Hertha zu schreien, zu singen oder die Fahne zu schwenken. Das wäre auch widersprüchlich, wo wir doch sonst Woche für Woche alle Fans genau dazu bewegen wollen. Ob wir als Gruppe allerdings in dieser Saison wieder zur organisierten Stimmung übergehen werden, wissen wir zurzeit noch nicht. Es ist zunächst eine anhaltende Reaktion auf dem Platz von Nöten. Die Enttäuschung ist einfach noch zu groß und trotz des unerwarteten Sieges in Wolfsburg trauen wir dem Team den unbedingten Willen, sich für Hertha konstant über mehrere Spiele zu zerreißen und den Klassenerhalt doch noch zu schaffen irgendwie nicht zu. Die Aussagen einiger Profis uns gegenüber und in der Öffentlichkeit sprechen eine deutliche Sprache, momentan steht keine Mannschaft oder gar Einheit auf dem Rasen!
AusblickUnser mittelfristiges Ziel ist es, wieder mit einer lautstarken Ostkurve in die neue Saison zu starten, egal in welcher Spielklasse. Ziel ist ein neu aufgebautes und hungriges Team, das bereit ist, alles für die Herthafahne auf der Brust zu geben. Mit unserer einmaligen Ostkurve, die geschlossen hinter Hertha BSC steht, im Rücken sollte dann wieder Großes erreichbar sein!
Wir hoffen auf einen versöhnlichen Saisonausklang und freuen uns - so schwer das heute fallen mag - auf eine neue Saison in der Ostkurve von Hertha BSC. Wir stehen auch in Zukunft jederzeit für einen ernsthaften Dialog mit Euch zur Verfügung - wir sind eine Kurve!
Harlekins Berlin ´98
Stellungnahme der HB'98 zum Testspiel RB Leipzig : Hertha BSC
Stellungnahme der Harlekins Berlin ’98 zum Spiel:
Red Bull Leipzig – Hertha BSC
Mit einer Ärger- oder Sorgenfalte im Gesicht erfuhren wir vor kurzem das unsere Hertha am 30.7. ein Testspiel in Leipzig bestreiten soll. Eigentlich sollte das eine gute Nachricht sein, sind Fußballspiele zwischen Berlinern und Sachsen doch eine interessante Angelegenheit. Leider aber soll das Spiel nicht gegen LOK, Chemie, Sachsen, Roter Stern oder eine andere Leipziger Mannschaft stattfinden, sondern gegen den neuen Retortenverein „Rasen Ball Sport Leipzig“.
Wir teilen an dieser Stelle mit, dass wir Harlekins Berlin ´98 diesem Spiel nicht beiwohnen werden.
In der vergangenen Saison haben wir im Kurvenecho bereits über das neue Kommerzphänomen Red Bull im Fußball, neuerdings nun auch in Leipzig, berichtet.
Nach dem Einstieg im österreichischen und US-amerikanischen Fußball hat sich der Energy-Drink-Riese Red Bull nun auch in Deutschland breit gemacht – wenn auch zuerst unterklassig. Der Standort Leipzig war schon seit längerer Zeit im Gespräch und wurde von den Wirtschaftsfachleuten des Konzerns sicherlich wohl bedacht gewählt. Gibt es doch in der Region keinen Profiverein, dafür aber mit dem Leipziger Zentralstadion ein großes und modernes WM-Stadion. Die Übernahme des Vereins FC Sachsen Leipzig durch Red Bull scheiterte, da die Namensgebung des Sponsors vom DFB verboten ist. Der Einflussbereich des DFB reichte allerdings nur bis zur Regionalliga und somit war die Übernahme des SSV Markranstädt (wenige Kilometer von Leipzig entfernt) samt Umbenennung nur eine kleine Formsache, da die Oberliga noch kein Lizenzierungsverfahren dieser Art kennt.
Was hat sich seit der Übernahme 2009 getan? Der Getränkeverein ist mit 80 Punkten in 30 Ligaspielen aus der Oberliga aufgestiegen und hat Vereine wie LOK Leipzig, Sachsen Leipzig, oder den FSV Zwickau ohne Probleme ausgestochen. In der nächsten Saison spielt RB Leipzig mit einem objektiv guten Kader, der unter anderem zahlreiche Bundesligaexprofis aufzählen kann (Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener, Tim Sebastian, Timo Rost usw.) in der Regionalliga Nord. Die Spiele werden nicht in Markranstädt ausgetragen, sondern im Leipziger Zentralstadion, dem Stadion, das vor einigen Jahren umgebaut, bisher wenigstens noch den alten traditionellen Namen behalten durfte. Bisher – denn der Getränkekonzern hat sich kürzlich bis zum Jahr 2040 die Namensrechte am Leipziger Zentralstadion gesichert. Von nun an heißt das Stadion Red-Bull-Arena. Die Einweihung des Stadions unter dem neuen Namen erfolgt am 24. Juli beim Spiel gegen den Vizemeister aus Gelsenkirchen. Man muss kein besonderer Experte sein, um zu prognostizieren, dass die anderen Mannschaften dieser Regionalliga wie schon in der Vorsaison wirtschaftlich (bereits 2009 war eine Investition von 100 Millionen Euro für die nächsten Jahre angedeutet worden) und somit auch sportlich wohl kaum werden mithalten können. Das Beispiel Hoffenheim hat gezeigt, wie schnell ein solches Projekt mit den nötigen Summen ganz nach oben katapultiert werden kann.
Wie skrupellos die Macher des Projektes mit Faninteressen umgehen, zeigt die Aussage eines Sprechers von Red Bull Salzburg, dem erfolgreichen Pilot-Projekt in Österreich, über die dortigen massiven Proteste der Anhänger von Austria Salzburg: „Wir haben 1000 Fans verloren, aber 20.000 gewonnen.“ Ähnlich soll es nun auch in Leipzig klappen. Bereits vor einem Jahr ergab eine Umfrage der „Leipziger Volkszeitung“, dass etwa 70% der Leipziger ausdrücklich für den Einstieg für Red Bull sind. Das dafür die alten Leipziger Traditionsvereine eventuell gänzlich ausgelöscht werden, scheint man in Kauf zu nehmen. Ob diese nun Fans haben oder nicht. Vorangekommen sind die Vereine in den letzten Jahren sportlich sowieso kaum und die Fans fallen höchstens mit negativen Schlagzeilen auf. Damit soll nun Schluss sein. Es klingt so, als könne das Projekt nur gewinnen: Leipzig, die alte Sportstadt, bekommt endlich wieder erfolgreichen Fußball (ohne Randale) zu sehen, einer Region im Osten winkt neuer wirtschaftlicher oder sozialer Aufschwung samt Selbstwertgefühl und der Getränkekonzern verleiht sich Flügel durch mehr und mehr Einnahmen.
Doch ganz so aussichtslos ist es nicht: Es erscheinen dieser Tage Berichte im Internet und in der Presse, die gar nicht so erfolgreich klingen. „Red Bull stürzt weiter in die Krise“ titelt z.B. ostfussball.com und beruft sich auf eine Aussage des Wirtschaftsmagazins “Format“: „Die Profite brechen weg”. Eine Deutung hört sich bei ostfussball.com folgendermaßen an: „Seit zwei Jahren sinkt der Gewinn des Unternehmens dramatisch, im Jahre 2008 brach er gar um die Hälfte ein und konnte sich auch im letzten Jahr nicht wieder davon erholen. Die nun vorgelegten Bilanzen der letzten beiden Jahre belegten diesen krassen Gewinneinbruch bei dem lange Zeit hindurch erfolgsverwöhnten Unternehmen.
Erste Wirtschafts-Analysten stellen sich nun bereits die Frage, ob der Einstieg in den Fußball in Leipzig nicht der größte Fehler gewesen sei. Fakt ist, dass gerade das Engagement in Salzburg und neuerlich auch in der sächsischen Metropole für einen starken Imageschaden der Marke Red Bull gesorgt haben. Gerade bei der jugendlichen Zielgruppe hat sich sicherlich diese Marketingstrategie stark auf die schwachen Zahlen des Konzerns der letzten beiden Jahre ausgewirkt und als absoluter Flop entpuppt.“
Wie realistisch eine solche Einschätzung ist, können wir nicht beurteilen, wir sind Fußballfans und keine Wirtschaftsexperten. Wenn aber nur irgendetwas daran ist, so sind wir nur um so mehr bestärkt darin, alles zu boykottieren was mit diesem kommerziellen Wahnsinn zu tun hat, damit den Funktionären deutlich wird, dass es sich nicht nur um eine Minderheit einiger weniger unverbesserlicher handelt, sondern eine breite Masse von Fußballfans sich den traditionsreichen Volkssport nicht nehmen lassen will. Also Zielgruppe: Geht nicht zu solchen Spielen, seht sie nicht im Fernsehen an, kauft euch andere Limonaden!
Wir bedauern, dass unser Verein Hertha BSC mit Red Bull übereingekommen ist, ein Testspiel zu veranstalten. Damit hat das Projekt RB Leipzig einen weiteren Namenhaften Verein, der für sie wirbt, in dem er es als Testspielgegner ernst nimmt. Wir sind Ultras und bei jedem Spiel von Hertha dabei! Aber die Unterstützung eines solchen Testspiels widerspricht anderen ideellen Werten, denen wir uns verpflichtet haben: die Wahrung von Traditionen, die Herzens angelegenheiten bedeuten; das Widersetzen gegen die völlige Kommerzialisierung des Fußballs, die eine extreme Einschränkung unserer Fankultur bedeutet. Wenn wir uns an solchen Stellen nicht wehren, brauchen wir uns später nicht zu beschweren, wenn unser Fußball nicht mehr so ist, wie er sein sollte.
Wir bitten alle Herthaner sich über dieses Thema Gedanken zu machen und möglicher Weise wie wir, aus benannten Gründen, auf einen Besuch des Spiels zu verzichten.
Ha Ho He – Hertha BSC
Harlekins Berlin ´98 im Juli 2010
dito
aber diesen Trend zur Spaßgesellschaft (inklusive Fußballevents) werden wir nicht mehr aufhalten können...
leider!
Voll meine Meinung es wird zu diesem Testspiel hoffentlich nur ganz wenige Herthaner zu diesen Giftmischern ziehen.
Wenn es allerdings für unsere U23 um Punkte geht sollten wir diesen Drecksverein in Grund und Boden brüllen.
Sehe ich auch so. Leider ist dies, wie @gazza schon schrieb nicht mehr aufzuhalten. Und in der 1. Buli haben wir es ja ähnlich mit Hoffenheim.
Die Gelder, mit denen sie Spieler verpflichtet haben, der den Durchmarsch bis zur 1.Buli realisierte, waren wohl auch kaum erwirtschaftet.
Verabschieden wir uns vom sogenannten "Traditionsverein" , mit Ausnahme von den oberen Tabellenplätzen.
Die kleinen Vereine, die den Namen "Verein", und damit die Grundidee z.B. im Fussball repräsentieren, bleiben auf der Strecke.
Der Vereinsfussball ist tot, lang lebe der Fussball!
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)